Im Januar 2019 startete ich das Jahr direkt mit einem Halbmarathon. Um diesen Drive mitzunehmen, dachte ich mir, ich lege mir einen persönliche Challenge auf. Jeden Monat im Jahr einen Halbmarathon laufen. Das ganze Jahr über. Dabei wollte ich auch einige Events mitnehmen und versuchte alles mir mögliche mitzunehmen.

Im Müggelwald – Foto: © Marco Senkpiel

März – Lauf um den Müggelturm

Das ersten Event war der "Lauf um den Müggelturm" bei diesem ich zum ersten Mal an den Start ging. Ich hatte zuvor nur grob auf den Streckenverlauf geschaut und mir gedacht, der Lauf heißt ja "um den Turm" somit war für mich klar, ich muss da nicht hoch. Nach ca. zwei Kilometer nach Start kam dann die Ernüchterung. Es ging doch direkt hinauf zum Turm. Gleich kamen mir die Gedanken in den Kopf: "Misst ich muss hier ja zweimal lang", weil ich mich für die Halbmarathon Distanz gemeldet hatte und man die 10k Runde wohl zweimal absolvieren muss. Dem war zum Glück nicht so. Die zweite Runde ging es einen anderen Abschnitt entlang.
Mein Ziel ist es normalerweise immer unter zwei Stunden zu bleiben. Auch diese Mal war das so. Ich konnte meine Leistung auch steigern und sogar die 1:50:00 unterbieten.

Insgesamt war der Lauf sehr schön. Anstrengend aber auch wieder einmal durch den schönen Wald um den Müggelturm herum, mit einem Asphalt-Waldweg-Mix.

"Das geilste an deinem Lauf, war das Wetter."

Im April stand dann der Generalie Berliner Halbmarathon auf dem Zettel. Typisch für diesen Lauf ist das gute Wetter, was auch das geilste war. Denn, ich habe mich etwas verrannt. Ich wollte unbedingt die 1:45:00 knacken und bin somit schon recht schnell gestartet. Das machte sich dann aber Kilometer 15 hart bemerkbar. Ich bin von einer 5er Pace schlagartig auf eine 5:30er später sogar noch auf eine 6er Pace gerutscht. Ich war am Limit.

Letztendlich ist es dann noch eine 1:49:02 geworden, was auch okay war. Generell kann man den Berliner HM immer laufen. Ich bin ihn nun schon zum 4. Mal gelaufen und hatte immer super Wetter und top Stimmung.

Ich beim Lauf auf dem Kuh'Damm
Auf dem Kuh'Damm – Foto: © Angeli Calamita

Ein besonderer Lauf in dieser Reihe war die Runde um das Rantum-Becken auf Sylt. Ich war gerade im Kite-Urlaub und hatte einen Tag Flaute. Also nutzte ich die Zeit um den monatlichen Halben zu laufen. Ich bin immer auf bzw. am Deich entlang gelaufen und bin vielen glücklichen Schafen begegnet. Die Luft roch nach Salz und Meer. Hach, die Welt war schön!

Die windreichen Tage vor de, Lauf haben sich sehr in der Zeit bemerkbar gemacht. Meine Beine, im speziellen meine Oberschenkel, waren einfach Platt. Dennoch hat es wirklich Spaß gemacht mal wieder eine komplett fremde Gegend zu erkunden und vor allem mit der Natur im Einklang zu sein.

In Hörnum auf Sylt – Foto: © Marco Senkpiel

Guter alter Müggelsee-Halbmarathon

Im Oktober kam dann noch der altbekannte Müggelsee-Halbmarathon. Darauf hatte ich mich sehr gefreut, da ich diesen Lauf zusammen mit Sophie gelaufen bin. Es war ihr erster Halbmarathon.

Sophie hatte das Ziel, einfach nur ankommen. Ich wollte gern die 1:50:00 unterschreiten. Wir haben beide uns Ziel erreicht. Man merke, Sophie ist vorher noch nie weiter als zehn Kilometer gelaufen, und auch Sie hat das Ding in unter 2 Stunden gerisssen. Respekt, tolle Leistung!

Mit Sophie beim Müggelsee-Halbmarathon – Foto: © Marco Senkpiel

Das war dann der Event-Kalender von 2019. Natürlich bin ich in den Monaten zwischen den Events immer brav meinen HM gelaufen. So langsam ging das Jahr zu Ende und ich hatte nur noch zwei Läufe vor mir. Den November-Lauf bin ich dann aus Charlottenburg nach Hause gerannt. Das war auch eine crazy Nummer, denn einmal so schräg durch die Stadt, bin ich auch noch nie gelaufen. Der Herbst zeigte sich an dem Tag auch von seiner eher nicht so prallen Seite, es regnete... viel! Aber das hielt mich nicht davon ab den Lauf dennoch durchzuziehen und so ging es nach der Arbeit mit CamerlBak, Stirnlampe und Blinklicht los.

Finale

Um die Mission abzuschließen folgte nun der finale Lauf. Drei Tage vor Weihnachten zog ich mir also noch einmal meine Laufbotten an und rannte meine Heimrunde. Einmal um den Müggelsee. Es war ein beflügelndes Gefühl, diese Mission, die ich mir selbst auferlegt hatte, nun zu beenden. Die Zielzeit war mir bei diesem Lauf völlig egal, und ich genoss einfach nur die Natur, die zu dieser Jahreszeit noch purer anfüllt.

Danach war es wie immer. Ich kam nach Hause, ging duschen und schon stand das Kinderprogramm auf dem Zettel. Also ging es ab auf dem Weihnachtsmarkt.